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Die Freiwillige Feuerwehr Obernberg befindet sich im Abschnitt Obernberg / Bezirk Ried.

Die Freiwillige Feuerwehr Obernberg wurde über Betreiben des Goldarbeiters Michael Augustin Baumgartner, der gleichzeitig Oberinspektor einer Feuerversicherungsgesellschaft war, 1875 ins Leben gerufen.

Schon das vorbereitende Komitee aber hatte in der Frage der  Geldaufbringung  hiefür große Schwierigkeiten zu überwinden.

 

Die Kosten zu Anschaffung der nötigsten Geräte waren mit 1200 Gulden veranschlagt worden. Die Gemeinde erklärte zunächst, diesem Ansinnen nicht näher treten zu können.

Einige Monate später aber machte sie den Vorschlag, einen Subskriptionsbogen kursieren zu lassen, mit dem Bemerken, dass für den Fall, dass nicht mindestens 1000fl gezeichnet würden, eine 30%ige Gemeindeumlage zu diesem Zwecke eingehoben werden müsste.

Gezeichnet wurden 520 fl. Darauf kamen die Schrittmacher der Feuerwehr auf den Gedanken, Aktien im Gesamtbetrage von 700 fl, das Stück zu 10 fl, herauszubringen.

Am Schluss eines Jahres sollten stets 20 Stück davon eingelöst werden. Kaufmann Anton Woerndle und Schneidermeister Josef Högl brachten binnen weniger Tage sogar 75 Zeichnungen hiefür herzu.

 

Die Gemeinde übernahm hierauf die Mithaftung für deren Einlösung.

Auch an Kaiser Franz Joseph trat man mit der Bitte heran, mit einer Spende aus seiner Privatschatulle der jungen Feuerwehr auf die Beine zu helfen.

Er widmete ihr 100 fl. Die Silvesterfeier der „Feuerwehrliedertafel“  brachte als Erlös eines „Glückshafens“ weitere 190 fl herzu.

Stets gut besuchte Geselligkeitsveranstaltungen, so vor allem  Feuerwehrbälle, waren übrigens weiterhin notwendig,  um eine zeitgemäße Aufrüstung an Spritzen, Leitern, Schläuchen etc. zu ermöglichen. Natürlich waren auch Gemeinde und Sparkassen mit Zuschüssen stets dahinter.

Was aber nun den Zweck der Feuerwehr anbelangt, haben ihre Männer von Anfang an allen Ehrgeiz daran gesetzt, bei Bränden oder Hochwässern möglichst schnell Hilfe zu bringen.

Viel Hab und Gut konnten sie retten. Es gibt in weiter Umgebung des Marktes, sowohl auf österreichischer als auch bayrischer Seite  kein Dorf oder Einzelgehöft, in denen sie bei Brandausbruch nicht  sehr häufig als erste Helfer erschienen wären.